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Dankbarkeit

In der heutigen Welt sehen viele immer nur das, was sie nicht haben, denken an Dinge, die schief gelaufen sind oder noch schlecht laufen könnten. Auf Instagram werden uns perfekte Urlaubsbilder präsentiert, auf facebook lachen alle, haben Spaß, Geld… Mein Haus, mein Auto, meine Kinder. Da entsteht manchmal das Gefühl von Neid und Missgunst. Schnell wird vergessen, wofür wir selber dankbar sein können. Die vielen kleinen Dinge, die wir als selbstverständlich wahrnehmen, werden nicht (mehr) gesehen und wertgeschätzt.

In Japan gibt es das Wort „Wabi-Sabi“.

Wikipedia erklärt es wie folgt: Nicht die offenkundige Schönheit ist das Höchste, sondern die verhüllte, nicht der unmittelbare Glanz der Sonne, sondern der gebrochene des Mondes. (Wilhelm Gundert).

In den letzten Jahren erschienen viele Studien zu dem Thema „Dankbarkeit“. Mit dem Ergebnis, dass uns regelmäßige Dankbarkeit glücklicher macht. Und das Beste: Dankbarkeit ist erlernbar! Z.b. die Leuphana Universität Lüneburg hat für eine Wissenschaftsstudie ein Dankbarkeits-Online-Training (Link: https://geton-training.de/dankbarkeit.php) entwickelt, so dass die Probanden im Alltag die kleineren und größeren erfreulichen Erlebnisse bewusster wahrnehmen können.

Vielleicht schreiben Sie ein Tagebuch in dem Sie Dinge notieren für die Sie jeden Tag dankbar sein können oder finden für sich ihr eigenes Dankbarkeitsritual . Ich habe es zur Gewohnheit gemacht, mir spätestens jeden Abend vor dem Schlafengehen drei Dinge in’s Gedächtnis zu rufen, für die ich dankbar sein kann. Manchmal sind es größere Dinge und manchmal auch kleinere, die mir dabei einfallen. Jeden Tag bin ich dankbar für meine Familie und meine gesunden Kinder. Manchmal habe ich einen inspirierenden Menschen getroffen oder freue mich darüber, dass ich mal wieder Fahrrad gefahren bin, ein gutes Buch gelesen habe, etwas Leckeres gegessen oder über meinen Spaziergang im Wald. Und wenn ich mal einen stressigen Tag hatte ohne dass ich auf den ersten Blick etwas "Besonderes" erlebt habe, besinne ich mich auf die von mir als selbstverständlich wahrgenommenen Dinge: Ich bin gesund, kann mein Leben selber gestalten, ein Bad einlaufen lassen, lebe im Grünen, habe tolle Freunde. Es gibt so viele Gründe, dankbar zu sein. Meine einzige Regel ist, dass ich mich nicht auf die Dinge konzentriere, die nicht so gut gelaufen sind. Seit dem schlafe ich glücklicher und zufriedener ein.

Wofür sind Sie dankbar? Wann und wo möchten Sie sich daran erinnern?

In Dankbarkeit,

Ihre Natalie van Dyk